Santa Catalina & Coìba Island

Von Boquete aus sind wir die gerade vierspurige Autobahn die 1150 Höhenmeter wieder heruntergefahren und in Davìd auf die Panamericana eingebogen. Auch dort treffen wir auf eine neue vierspurige Autobahn mit sehr wenig Verkehr Richtung Santiago. Die Strasse ist zwar noch nicht durchgehend fertig, aber dennoch angenehm zu befahren. Später biegen wir in Richtung Santa Catalina ab, bis auf die letzten 20km ist auch diese Strasse in gutem Zustand und schön zu befahren. Schlussendlich kommen wir im Nest Santa Catalina an. Hier hat es einige Backpacker und viele Hängengebliebene. Es hat hier hammermässige Surferwellen und die besten Tauchspots Panamas liegen bei der vorliegenden Insel Coìba, wo auch ein Nationalpark ist. Die Strände in Santa Catalina sind leider nicht sehr einladedend und bei unserem Hotel ist es zudem sehr felsig. Schon beim Einchecken werden wir gewarnt, dass hier nur Profis den Surfkick suchen. Darum wird es mit Boogieboarden hier leider nichts.

Am Montag gehen wir auf unsere schon vorab gebuchte Tauchtour. Das Panama Dive Center wird von der Deutschen Sabina geführt. Sie und die Oesterreicherin Sophie begleiten uns auf dem Ausflug. In einer Nussschale mit null Komfort (ja, wir sind verwöhnt) scheppern wir die eineinhalb Stunden raus nach Coiba, wo wir zwei Tauchgänge machen. Die Tauchplätze sind recht felsig, es gibt aber viele Fische, Muränen, Schildkröten und Riffhaie zu sehen. Insgesamt wirklich schöne Tauchgänge. Océane, Tristan und Claudine tauchen brav bis auf 12m und Joe geht mit seinem privaten Schnorchelguide auf Tour. Auch die Schnorcheltouren sind der Hammer, von Riffhaien über unzählige bunte und schillernde Fischarten, bis Schildkröten, Oktopus und Lobster sieht Joe alles. Die Schnorchelsicht ist aussergewöhnlich gut. Das Znüni nehmen wir an einen einsamen Strand, so wunderschön – nicht von dieser Welt. Am Mittag gibt es das vorbestellte Sandwich bei der Ranger Station im Coiba Nationalpark. Der Coiba Nationalpark ist nicht bewohnt, hier war früher ein Freiluftgefängnis. Coiba ist so etwas wie das Galapagos von Panama. Neben Eidechsen treffen wir dort auch auf die white-headed capuchin / Weissschulter-Kapuzineraffen. Hoffen wir, dass dieses Paradies noch lange geschützt bleibt und nicht wie vieles andere den Chinesen verscherbelt wird. Die Rückfahrt bei aufziehendem Gewitter scheppert dann noch ein bisschen härter als auf dem Hinweg. Joes Rücken ist aber noch ganz 🙂

Übernachtung: Hotel Santa Catalina, Standard Room (2 Nächte)
Wetter: tagsüber schön und heiss, abends jeweils ein Gewitter
Tauchgänge: 2 (Claudine, Océane und Tristan)

 

 

Kaffeehochburg Boquete

Wir geniessen die Nacht in einem „richtigen“ Hotel mit gut ausgestattetem Bad, Klimaanlage und Waschservice. Wir besuchen am Morgen die Kaffeetour von Ruiz Cafe. Unser Guide Carlos ist der Hammer und er zeigt und erklärt uns viel Interessantes über Kaffe und die Welt im Allgemeinen :-). Die roten Kaffeebohnen werden von Hand gepflückt. In Panama sind die Kaffeeplantagen selbständig, sprich sie gehören nicht einer Firma oder haben den Zwang zum Abliefern an die Genossenschaft, wie in anderen Ländern üblich, sondern vermarkten ihre Kaffeebohnen eigenständig. Die Einen bringen es so zu einem ansehnlichen Einkommen, trotzdem macht der Bodenausverkauf auch hier nicht halt. Pensionierte Amerikaner mieten oder kaufen Häuser zu überrissenen Preisen, was die Preise nach oben treibt und die Bewohner aus dem Tal…

Auf den Feldern arbeiten Leute von den einheimischen Urvölkern aus den Tälern zu rund 1.6$ die Stunde, unser Guide verdient rund $600 im Monat und kürzlich habe er von einem Schweizer Ehepaar gehört, dass eine Wohnung im Dorf für $ 1’600 im Monat gemietet habe.

Zurück zur Kaffeebohne, die Arabica, ist die meist angebaute Sorte in den Höhenlagen um den fast 3500 Meter hohen Vulkan Baru. Bis der Kaffee bei uns in der Tasse ist, benötigt es einige Schritte. Zuerst wird die äusserste Schale abgelöst, die zwei darin enthaltenen Kaffeebohnen fermentiert, gewaschen und getrocknet. Dann erfolgt eine rund 4 monatige Lufttrocknung, bevor die Bohnen nochmals von 2(!) Schalen befreit werden. Diese nun grüne Kaffeebohne wird verkauft und exportiert. Nur für den lokal verkauften Kaffee werden hier Bohnen geröstet. Wobei wir erfuhren, dass der dunkle Kaffee (so wie wir ihn trinken) weniger Koffeein enthält, bitter im Geschmack ist  und einen Abgang hat. Die hell gerösteten Bohnen enthalten rund 5x mehr Koffeein sind weniger bitter im Geschmack und haben kein Aroma im Abgang. Beim abschliessenden Kaffee-Degustieren konnten wir dies grad 1 zu 1 testen, yeap, korrekt, die hell gerösteten Bohnen nennen wir „dünne Brühe“, „Filterkaffee“ oder „Cafe Americano“.

Eine Rundfahrt an den Flanken des Barus führt uns zu einem malerischen Wasserfall, vielen Kaffeeplantagen und schöne Aussichten ins Tal. Der Berg liegt meistens in den Wolken und man kann nur ahnen, wo er etwa ist, ist ja auch ein sogenannter Nebelwald.

Unterkunft: wie gestern
Wetter: wie gestern, mit kurzem, aber heftigem Regen am Nachmittag

Vom Atlantik an den Pazifik

Heute geht’s von der Atlantik- an die Pazifikküste, und von dort direkt ins Landesinnere in die Berge um dem Vulkan Baru.

Wir starten unseren Transfer von Bastimento mit dem Wassertaxi  nach Bocas, steigen dort in ein Speedboot nach Almirante um und buchen von Almirante ein Privattaxi für einen läppischen Hunderter an die Pazifikküste zum Flughafen von David. Dort wartet unser Toyota RAV4-Mietwagen auf uns. die letzten Kilometer preschen wir eine fast gerade vierspurige Strasse in die Kaffeeplantagen um den Vulkan Baru nach Boquete auf rund 1150 m.ü.M.

Unterkunft: The Riverside Inn (2 Nächte) Loft Suite Baru
Wetter: Regenwald-Klima mit immer leichtem, angenehm kühlem Wind, zwischen 20 und 25°C (hier ist das ganze Jahr über das gleiche frühlingshafte Klima)

 

 

Bocas del Toro

Wir sind wieder früh wach und nehmen den Morgenflug von Albrook nach Bocas del Toro. Der kleine Propellerflieger braucht eine gute halbe Stunde um bis ans nördliche Ende des Landes nahe der Grenze zu Costa Rica zu gelangen. Der Flughafen von Bocas ist klein und das Gepäck wird durch ein Fenster hereingereicht. Wir nehmen ein Taxi zum Meer und dann ein Taxiboot von der Insel Colon zur Insel Bastimentos, liebevoll Basti genannt. Dort ein kurzer Fussmarsch durch den Dschungel zu unserer Bleibe, wo wir die nächsten Tage wohnen. 

Wir chillen ein bisschen auf unserer Veranda und dem Holzdeck des B&Bs und warten den kurzen Regenschauer ab, bevor wir das Örtchen Basti auschecken. Viel gibt es hier nicht, aber man kann den Leuten direkt in die Häuser schauen und sehen, wie sie leben.

Am nächsten Tag nehmen wir es wieder gemütlich und gehen die knappe halbe Stunde auf den Hügel ins Café „Up in the Hill„. Dieses wird von einer schottischen Aussteigerfamilie betrieben, Tristan findet bei den beiden Robinson-Jungs sofort Anschluss.

An unserem dritten Tag in Basti besuchen wir den traumhaften Red Frog Beach. Anreise mit dem Taxiboot und einmal die Insel durchqueren. Unterwegs sehen wir unser erstes Faultier im Baum hängen. Das Meer ist perfekt hier – warm und klar. Am Mittag gönnen wir uns die obligaten Tacos in einer Beach Bar.

An unserem letzten Tag fahren wir mit dem Taxiboot nach Bocas Town, wo wir unsere Abreise auschecken und superfeine Tacos im Hungry Monkey essen. Den Nachmittag verbringen wir mit Baden im karibischen Meer und Chillen im Firefly.

Unterkunft: The Firefly B&B (4 Nächte) 2 DZ
Wetter: tropisch-feuchte  30°c, teils sonnig, teils bewölkt, ab und zu Regen

Welcome to Banana Republic – Panama

Die Anreise mit Air France über Paris ging teilweise etwas beschwerlich vonstatten. Wobei der mühsamste Teil in Paris war (ewiglange Wege durch einen chaotischen Flughafen, lange Schlangen bei der Passkontrolle) und in Zürich (zwei offene Schalter für Hunderte von Leuten, Wartezeit für Baggage Drop mehr als eine Stunde!) war. Der Teil in Panama City ging subito und problemlos! Der Flug mit Air France war angenehm und unser Gepäck hat es auch bis ans Ziel geschafft. Dank der sieben Stunden Zeitunerschied waren wir hundemüde und sind nach Ankunft im Hotel sofort eingeschlafen. Unser Hotel liegt direkt an der Einfahrt zum Panamakanal und wir sehen vom Balkon aus die einfahrenden Frachtschiffe.

An unserem ersten Tag in Panama sind wir nach dem Frühstück zuerst direkt zu den Miraflores Schleusen gefahren. Dort kann man die Geschichte des Kanals in einer Ausstellung erfahren und die Schiffe bei der Schleusendurchfahrt beobachten. Vom Zuschauerzentrum genossen wir die Durchfahrt von einigen grossen Container- und Flüssiggasschiffen aus nächster Nähe.

Hotel: Country Inn & Suites, Panama City (2 Nächte) in einem 2Q Room
Wetter: tropische 30°C, teils sonnig, teils bewölkt

 

Océane’s Movie vom Panamakanal

Malediven

Zum Abschluss unserer grossen Asienreise gönnen wir uns ein Stück Paradies. Die Malediven sind schon lange auf unserem Radar und da wir schon in der Nähe sind, ist das die perfekte Abrundung. Wir haben die Insel Helengeli im Nord Male Atoll ausgesucht. Der Transfer ist einfach: direkt vor dem Flughafengebäude steigen wir ins Speedboot ein, das uns zur Insel bringt. Wir haben ein perfektes Doppelbungalow mit zwei Zimmer für uns mit herrlichen offenen Badezimmern. Das Essen passt uns gut, am Nachmittag werden jeweils Mocktails an der Bar bestellt und im Pool nebenan wird entsalzen. Claudine und Océane machen um die zehn Tauchgänge und sehen Mantas, Haie und viele bunte Fische. Joe und Tristan chillen, schnorcheln und baden wie’s gefällt. Tristan darf mit dem Tauchlehrer Stefan einen Schnuppertauchgang machen, wo er Delfine (!) und eine Schildkröte sieht. Er ist überglücklich. Wir geniessen das Leben in diesem Paradies in vollen Zügen und sind bestimmt nicht zum letzten Mal hier!

Übernachtung: Oblu @ Helengeli, Nord Male Atoll, Malediven,  in einem Beach Bungalow mit zwei Doppelzimmern (7 Nächte)
Wetter: heiss und teils sonnig, teils bewölkt, wenig Regen
Tauchgänge: Océane 9, Claudine 11, Tristan 1

Colombo

Heute kommen wir in Colombo an und verbringen den Tag im ODEL, quasi dem hiesigen Globus mit Shopping. Die Ausbeute ist ziemlich gut. Am Abend essen wir in einem sehr coolen Restaurant, dem Paradise Road Gallery Cafe. Es liegt in einem romantischen Innenhof und das Essen war auch sehr super.

Am Sonntag holt uns Denise im Hotel ab. Nach dem gemeinsamen Frühstück zeigt sie uns die Stadt. Wir besuchen den wichtigsten Tempel, den Gangaramaya Buddhist Temple, dann besuchen wir die Independance Hall, die lokalen Biomarkt und diverse Shoppingstrassen und -Center. Selbstverständlich heben wir unterwegs die paar wenigen Caches in Colombo.

Übernachtung: Ellen’s Place, Colombo in einem Deluxe Room (2 Nächte)
Wetter: heiss und sonnig

Homestay – Schlafen auf dem „Bauernhof“

Unsere Gastgeberin Rita führt uns nach einem ausgiebigen Sri Lankischen Frühstück durch ihre Farm. Nach dem Aufstieg durch die kleine Teeplantage erklärt sie uns auf dem Hügel die Umgebung, die Grenzen ihrer Farm und alle Nachbarn und auch viele Geschichten aus dem täglichen Leben. Auf der Wanderung quer durch das Gelände sehen wir alle möglichen Früchte, Gewürze und lernen einiges darüber. Tee, Passionsfrüchte, Reiss, Zitronengras, Ananas sind wohl noch die Geläufigeren, aber weiss denn jemand wie der Zimt gewonnen wird, wo das berüchtigte Pfefferland ist, oder wie die Pfefferkörner sortiert werden? Übrigens, der Silberspitzen Weisstee wird von Hand abgelesen und dann die Spitze mit der Schere abgeschnitten, bevor die Spitzen zur Lufttrocknung auf Tücher gelegt werden. Dies ist der gesündeste Tee überhaupt, da er viele Antioxidantien hat. Die obersten drei Jungtriebe/-blätter des Tee-Astes werden für den Grüntee verwendet.  Für die Sortiererei der Pfefferkörner ist am Tech Luzern in Horw eine neuartige Sortiermaschine in Entwicklung und soll noch vor Ende Jahr auf der Farm installiert werden. Rita und ihr Mann Rangie haben schon mal ein paar neue Peffersträucher angepflanzt, da die Maschine ein Mehrfaches der von Hand zu bewältigenden Menge verarbeiten wird.

Die Antwort zu den Zimtrollen bin ich noch schuldig. Das ist die innere Rinde eines Baumes der Höhe eines Haselstrauches. Ein ganzer Ast gibt etwa 2-3 schöne Zimtrollen, der Rest zerbröselt und kann nur als Bruch verkauft werden. Anyway, ich freue mich jetzt schon auf die Zimtsterne zu Weihnachten.

Auf der Farm wurde ein Lehmhaus wie anno dazumal aufgebaut, sogar mit Blätterdach und Kochstelle. Darin geniessen wir eine Kokosnusssaft vom Baum nebenan, bevor wir im Tuk Tuk zur Schule aufbrechen. Ja, wir gehen in eine Schule und wollen schauen wie weit die Renovationsarbeiten am Dach gekommen sind.  Die Ziegel des rund 30 jährigen Dachs sind bereits heruntergenommen worden und werden von den Eltern nun gereinigt. Ein lokaler Zimmermann wechselt nun die Dachbalken Stück um Stück aus, Termiten sind die hiesigen Feinde des Holzes.

Die extrem hohe Luftfeuchte macht uns zu schaffen, so geniessen wir eine Pause bevor es zu Tee und Gebäck geht. Wir verbringen hier einen tollen Tag, sehr informativ und extrem gastfreundlich. Wir essen am Familientisch, wo der Koch Potts zu jedem Essen neue Leckereien auftischt. Dieser Homestay ist wirklich ein Geheimtipp!

Übernachtung: wie gestern
Wetter: sonnig, heiss und extrem feucht

Kandy – im Teeland Ceylon

Die heutige Tagesroute ist die längste der ganzen Reise. Wir durchqueren die Berge in der Mitte von Sri Lanka und fahren via Kandy in die Nähe von Colombo. Wir kommen zügig voran und erklimmen in einer kurvigen Fahrt (genau 18 Kurven) die Hochebene von Kandy. In der Umgebung von Kandy und aus dem Hochland kommt der bekannte Ceylon Schwarztee. Unterwegs besuchen wir eine Teefabrik. Ein etwas lustloser Guide erklärt uns die verschiedenen Schritte vom grünen Teeblatt bis zum fertigen Teeprodukt. Zum Abschluss geniessen wir eine Tasse Tee und nehmen auch etwas Tee mit auf die weitere Reise. Einige Kilometer weiter erreichen wir unser heutiges Etappenziel in Amitirigala.

Übernachtung: Homestay Amitirigala, hier die genauen Koordinaten, falls jemand da mal hin möchte:
GPS-Koordinaten: N 07°  02.474  E 080° 11.686
Wetter: heiss, unterwegs teilweise leicht bewölkt und sonnig

Bootsafari im Galoya Nationalpark

5.00 h: der Wecker klingelt und wir bereiten uns für die morgendliche Safari vor. Mit dem Safari-Jeep geht es zum Anlegeplatz der Boote. Bereits die Hinfahrt entpuppt sich als Safari, entdecken wir doch bereits die ersten Elefanten, wilden Büffel und Vögel. Bei einem staatlichen Büro müssen wir anhalten und die Eintrittstickets abholen. Bei uns ging dies einigermassen zügig über die Bühne, es kann aber auch länger dauern wie uns die Guides erklärten. Zwei Boote sind auf dem See unterwegs, vier Boote hätte die Behörde aber – man lese genau – nur zwei Motoren. Und eines der Boote hat zudem unsere Lodge gesponsert, da die alten in einem solch schlechten Zustand waren…

Mit dem Boot geht es zügig zu den Krokodil-Spots und tatsächlich entdecken wir drei Krokodile, die noch am Land liegen sich nun aber ins Wasser begeben. Danach wird nach Elefanten Ausschau gehalten. Wir steuern einen grossen Bullen an und schauen im eine Weile zu. Auf dem Rückweg legen wir einen Zmorge-Znüni-Picknickstop auf einer einsamen Insel ein und geniessen das Mitgebrachte. Schon steht die Sonne hoch und brennt auf die Köpfe so machen wir uns auf den Rückweg zur Lodge.

Zum Ausklingen des tollen Aufenthaltes geniessen wir den Nachmittag mit Liegestuhl und Pool.

Übernachtung: wie gestern
Wetter: sonnig und heiss