Strandtag
Heute geniessen wir das karibische Beach Feeling vom Morgen bis am Abend. Die Sonne brennt den ganzen Tag über und wir sind froh um die hin und wieder durchziehenden Wolken. Der Tiefdruckgebiet hat sich nun definitiv Richtung Norden verabschiedet. Ein paar wenige dunkle Wolken ziehen trotzdem bei uns vorbei.
Wir gehen auch Schnorcheln und geraten mitten in die grössten Brecher, da wollen wir aber schnell wieder weg. Tristan und Joe kreuzen den Pfad von zwei grossen Fischen, haben wie Thunfische ausgesehen. Und unzählige kleine farbige Fische sehen wir unterwegs, wie auch Korallen aller Form und Art. Natürlich sind diese nie so farbig wie im Roten Meer, aber trotzdem ist die Vielfalt interessant. Vom Strandstuhl aus sehen wir immer wieder Schildkröten auftauchen.
Am Abend gehen wir auf Empfehlung von unserer Amerikanisch/Polnisch/Mexikanischen Nachbarin ins Restaurant Oscar y Lalo auf halbem Weg nach Tulum. Es war zwar mit Abstand das teuerste Essen bisher, aber der Lalo Special war auch exzellent.
Übernachtung: wie gestern
Wetter: meist sonnig, heiss um die 30°C
Cenotes und Schildkröten
Heute morgen werden wir nicht gerade von Sonnenstrahlen geweckt aber immerhin von einem “nur” bewölkten Himmel. Wir fahren also zum einem Cenote, ein mit Süsswasser gefülltes Kalksteinloch. Wir haben uns für den nahen Cenote Dos Ojos entschieden und schnorcheln die drei Höhlen ab. Ein einzigartiges Erlebnis im kristallklaren Wasser (brr nur 23° kalt) eine Tropfsteinhöhle zu erkunden, wir haben sozusagen die Höllgrotte schwimmend angeguckt
. Auch Claudine und Joe sind hier mit einem Shorty unterwegs und eine Unterwasserlampe haben wir auch gemietet, um in die Höhlen zu leuchten. Über uns fliegen Fledermäuse umher.
Mittlerweile scheint die Sonne durch die Wolkendecke und wir suchen uns einen schönen Platz am Akumal Beach, wo wir schnorcheln gehen und Fische entdecken. Hier sehen wir einige Schildkröten (Loggerhead und Green Turtles) und gucken ihnen beim Seegras Fressen zu. Die lassen sich von ein paar Schnorchlern überhaupt nicht stören.
Am Abend geniessen wir wieder die einmalige Lage im Restaurant Buena Vida, mit feinem Essen und Hängematten.
Übernachtung: wie gestern
Wetter: teils bewölkt, warm bis 30°C
Noch ein Regentag
Beim Check beim Hurricane Center stellen wir fest, dass unsere Chancen auf einen Tropensturm auf 50% gestiegen sind. Never mind, wir fahren nach Tulum und besichtigen dort die Ruinen. Sie sind zwar an sich weniger spektakülar als die anderen, die wir bisher gesehen haben, dafür ist die Lage einmalig. Direkt am Meer mit perfekter Aussicht. Der Regen wird dann wieder stärker und wir essen im Pueblo von Tulum etwas zu Mittag. Dort gibt es dann einen regelrechten Wolkenbruch und wir fahren zurück nach Akumal.
Da wir schon nass sind, springen die Kinder in den Pool und fangen an zu sändelen. Der Regen wird etwas schwächer und die Wellen sind nur noch mittelhoch. Darum schnappen Tristan und Océane die Boogie Boards und stürzen sich in die Wellen. Megacool! Das Meer ist so warm, sie bleiben darum lange drin.
Am Abend geniessen wir mexikanische Spezialitäten in Akumal Village im Restaurant Lol-Ha unweit unserer Wohnung. Joe isst die von Claudine bestellten, dann aber kritisch beäugten Fish Tacos, lecker und Claudine begnügt sich mit Joes Chicken-weiss-nicht-genau-was, ist aber eine Art Lasagne mit Nachos und schmeckt jedenfalls gut. Die Kids essen typisch lokale Pizza…
Übernachtung: wie gestern
Wetter: Regen, Regen, Regen bei gut 25°C
Regentag in Akumal
Heute morgen hat es ziemlich starke Wellen und Wind der etwa 100 km/h sein soll. Weil es gerade nicht regnet, machen die Kinder eine Sändelisession vor dem Haus und einen Sprung in den Pool liegt auch noch drin bevor es wieder anfängt zu regnen. Wir dislozieren wieder ins Haus und dort bleiben wir mehr oder weniger für den Rest des Tages, ausser einem kurzen Abstecher ins Dorf am Morgen für Shopping. Am Abend fahren nach Puerto Aventuras, ein Retortenort, 18km nördlich von Akumal. Dort kann man mit Delfinen schwimmen, ziemlich übel, aber wir sehen dafür viele Delfine und Rochen sehr nah. Wir essen dort ein paar Fajitas.
Übernachtung: wie gestern
Wetter: Dauerregen, windig bei gut 25°C
Akumal und Playa del Carmen
Nach einer regnerischen Nacht beginnt der Tag verheissungsvoll, was bei einem grossen Tiefdruckgebiet über ganz Yucatan aber ziemlich schnell ändern kann. Ganz Yucatan ist unter der Wolkendecke des tropischen Tiefs gefangen. Wir bringen unsere Wäsche zur Wäscherei (hier lässt man waschen) und machen einen Walk über den Strand, wo es wirklich wie in der Bacardiwerbung aussieht.
Da wird gerade eine Kokospalme zurückgeschnitten. Die herunterfallenden Kokosnüsse dürfen wir behalten und die netten Mexikaner hauen uns mit ihren Macheten drei Nüsse zum Trinken auf!
Da ein paar Sonnenstrahlen durchdrücken gehen wir schnell zurück und montieren unsere Schnorchel und Flossen. Wir geniessen ein kleines Riff vor unserem Haus und entdecken viele bunte Fische, Seeigel, Fingerkorallen und einiges Kleingetier mehr. Wir schnorcheln im Tandem Océane&Claudine und Tristan&Joe. Als es auf unseren Rücken zu regnen beginnt, will Tristan zurück.
Leider wird das Wetter nun nicht mehr besser, so besuchen wir die örtliche Bäckerei für ein paar Sandwiches zum Lunch bevor wir in Playa del Carmen die Touristen-Shoppingstrasse bewandern. Das Preisgefüge hat sich merklich verändert und man muss tatsächlich zwischendurch mal nachfragen ob dies nun in Mexikanischen Pesos oder in US-$ angeschrieben ist… Wir finden auch so ein paar nette Sachen, FlipFlops für Océane, Mexikanischer Hut für Joe, Spickschleuder für Tristan, Hängematte geflochten von einer Familie in Merida für Océane.
Abends genissen wir eine Take away Pizza, selbergemachte Guacamole mit Nachos und Maissalat zu Hause.
Übernachtung: wie gestern
Wetter: viel Regen aber sehr angenehme Temperaturen
Fahrt quer durch Yucatan
Heute haben wir eine grosse Reise vor uns. Wir sind am Ende der Reisetour und fahren nun ans Meer nach Akumal, wo wir eine Woche Beach und Nichtstun geniessen wollen. Die Wettervorhersage ist nich sooo rosig, da sich in der Karibik ein tropisches Tiefdruckgebiet aufbaut, aber für die Überfahrt quer durch Yukatan (rund 450km und 6h) ist dies sicher angenehmer.
Die Fahrt ist wirklich lang, keine Autbahn und teilweise so enge Strassen, dass wir uns fragen, ob hier wohl Einbahn herrscht?!? Wir kommen aber zügig voran und die Kids hören MP3 von Globi über Volker Rosin bis Oeschs die Dritten…
Angekommen in Akumal beziehen wir eine supertolle Wohnung mit zwei Schlafzimmern und Bädern im Erdgeschoss in einer Condoanlage, direkt am Beach. Balkontür auf, Treppe runter und schon ist man im Karibischen Meer. Ja, es ist so warm wie es sich liest. Auch Joe ist direkt hineinmarschiert und dies obwohl die Sonne gar nicht scheint.
Natürlich konnten wir es nicht lassen und mussten einen ersten kurzen Schnorcheltrip unternehmen, Joe mit den Kids am Arm. Schon nach wenigen Metern haben wir die ersten Fische gesehen. Am Abend gehen wir ein paar Schritte ins La Buena Vida Restaurant, mit coolen Schaukeln an der Baar und vielen Hängematten!
Übernachtung: Playa Caribe Condos (im #2 / 2BR Apartment) für 7 Nächte
Wetter: regnerisch mit kurzen Aufhellungen bei knapp 30°C
Uxmal
Copy&Paste, wieder stehen wir um 8 Uhr beim Eingang zur Ausgrabungsstätte, dieses Mal im berühmten Uxmal. Die Sonne steigt erst langsam in den Himmel, die Feuchte ist extrem hoch und die Anzahl Besucher extrem niedrig. Neben einem französischen Grüppchen gibt’s nur uns.
Als erstes nehmen wir uns die berühmte ovale Pyramide von Uxmal vor, sieht eher aus wie eine Burg, dann ziehen wir über den Nonnenhof zu einer weiteren Pyramide die man tatsächlich noch ersteigen darf. Natürlich sind wir die ersten auf dem Gipfel, sorry der Tempel-Plattform und geniessen eine gewaltige Aussicht über Yucatan. Überall Dschungel und weit entfernt ein paar Hügel. Ein paar Tempel und Ruinen weiter treffen wir auch auf Eidechsen und anderes Getier, machen uns aber vom Acker bevor die Sonne uns zu stark auf den Kopf heizt. Es ist bereits heiss, darum müssen die Kinder sofort in den Pool. Wir bloggen und besprechen die weiteren Pläne.
Ticul ist unser nächstes Ziel, eine typische mexikanische Kleinstadt mit Markt und Läden. Unzählige Mopeds, Velo- und Moped-Rikschas zieren das Strassenbild.
Abends sind Tristan und Joe die Licht & Sound-Show gucken gegangen. Der Sound war… na ja… Spanisch in jedem Sinn, aber die Lichtshow war super. Die verschiedenen Tempel, Mauern und Pyramiden wurden in allen möglichen Farben angeleuchtet, dies ist wirklich gut gemacht. Dazwischen haben wir Glühwürmchen blitzen gesehen und Fledermäuse sind auch vorbeigeflogen.
Übernachtung: wie gestern
Wetter: sonnig, heiss, feucht bei gut 30°C, am Nachmittag teils bewölkt
Über Merida nach Uxmal
Im Dschungelcamp sind wir wieder früh wach, müssen uns aber auf den Zmorgen um 8h gedulden. Kurz darauf brausen wir aber los und sind auf der Piste Richtung Merida, dem grössten Ort von Yucatan. Mitten in Merida drehen wir wie die Gringos eine Kurve um den Hauptplatz und beglotzen Kirche und Stadthaus. Parkplätze scheint man hier nicht zu kennen, es fahren eh alle Moped oder Velo, so bleibt uns nicht viel übrig als eine der Ausfallstrassen zu wählen und via Ringstrasse unser nächstes Ziel anzuvisieren. Ein Kompass hilft in diesem Strassencanyon am Besten, damit die Richtung in etwa stimmt, alles weitere ist Glück und Geduld J
Südlich von Merida machen wir einen kurzen Abstecher in eine aufgegebene Hacienda. Bis vor rund 20 Jahren wurde hier noch Sisal für die Seilproduktion angebaut, dann kamen aber die Billigprodukte aus Fernost auf und machten das lokale Geschäft unrentabel. Die Gebäude wurden wortwörtlich verlassen und so findet sich alles noch vor wie vor hundert Jahren. Für wenige Pesos darf man im Museum herumlaufen und von der Küche bis zum Safe und den alten Maschinen alles bestaunen.
In Uxmal wird wieder mal ein Pool in Beschlag genommen und zum Glück hat es auch hier nur wenige Gäste, ansonsten der Lärmpegel ins unermessliche gestiegen wäre. Ein Pool mit Insel und Kokospalmen sind aller Kids‘ Traum, wenn sich sogar eine Kokosnuss zum Wasserspiel findet ist das Robinson live.
Unser gebuchtes Hotel, die Hacienda Uxmal, hat uns mangels weiterer Gäste ins Schwesterhotel The Lodge at Uxmal umgebucht. Diese Lodge ist direkt beim Eingang zur Ausgrabungsstätte.
Übernachtung: The Lodge at Uxmal in einem Hotelzimmer 2DB für 2 Nächte
Wetter: sonnig, heiss, feucht bei gut 30°C
Chichen Itza
Ab 7 Uhr gibt es hier Frühstück, wir stehen natürlich bereit. Ab 8 Uhr ist dann die Ausgrabungsstätte von Chichen Itza geöffnet und wir sind auch dort die ersten. Hier kommt dann auch das Beste dieses Hotels zum Zug. Es gibt einen Hintereingang zu den Ausgrabungsstätten, der sich unmittelbar beim Hotel befindet. Wir können also zu Fuss vom Hotel zu den Pyramiden von Chichen Itza. Auch am frühen Morgen ist es schon feucht und recht warm, kein Wunder es ist ja Regenzeit. Darum und wegen der frühen Stunde haben wir diese Attraktion, die sonst von Touristen gestürmt wird, praktisch für uns. Wir besichtigen die Pyramide, die man hier nicht mehr besteigen darf (zu steil und darum zu gefährlich für den gemeinen Touristen). Diverse Tempel mit schönen Gravuren und Skulpturen bewundern wir.
Um 10 Uhr sind wir durch und die Kids stürmen den Pool des Hotels. Am Mittag verlassen wir das Hotel und dislozieren ins nächste, sozusagen über die Strasse und dann noch 1.5km auf einer Schotterpiste durch den Dschungel. Bei Tageslicht ist dieses Hotel sehr schön und ziemlich neu und es gefällt. Wir essen also gleich hier etwas im schönen Palapa-gedeckten-Restaurant. Danach widmet sich Océane ihrem Mathi-Rätselbuch, Tristan springt ins Wasser und Joe legt sich auf den Liegestuhl. Weil es heiss ist und wir wenig Tatendrang verspüren, geniessen wir für den Rest des Nachmittags den Pool im Hotel. Abendessen gibt es hier auch und wir gehen wieder früh ins Bett. Auf dem Rückweg ins Zimmer sehen wir unglaublich viele Glühwürmchen, megaschön!
Übernachtung: Hotel Oka‘an, Chichen Itza in einem Hotelzimmer 2DB
Wetter: sonnig, heiss, feucht bei gut 30°C
Flamingos in Rio Lagartos
Am Morgen sind wir wie erwartet früh auf und stürmen kurz nach 6 Uhr das Frühstücksbuffet. Nachher machen wir uns mit dem Mietwagen (ein weisser WV Clasico, hat ein paar Macken, fährt aber ok) in Richtung Westen auf. Wir fahren auf einer verlassenen Autobahn 170km durch den Urwald und nehmen dort die erste Ausfahrt bei Valladolid. Wir zweigen Richtung Norden ab und fahren durch einige Dörfer bis an die Nordküste Yucatans nach Rio Lagartos.
Unterwegs besichtigen wir die Maya-Ausgrabungsstätte von Ek Balam. Weil sie etwas ab vom Schuss ist und erst 1997 entdeckt wurde, sind wir fast die einzigen hier. Keiner da, der die Schlange auf dem Weg schon verscheucht hätte (es kreischen praktisch alle von uns beim Anblick). Joe ist ihr ja schliesslich auch fast auf den Kopf gestanden. In Ek Balam kann man die Pyramide erklimmen und zur Erfrischung gibt es einen Kokosnusssaft direkt aus der Kokosnuss.
In Rio Lagartos beziehen wir unser Zimmer im Hotel Tabasco Rio, wo sie noch schnell zu dritt etwas Wasser auf den Boden leeren und unser Zimmer somit sauber ist. Danach nimmt uns unser Guide Roman (www.riolagartosadventures.com) auf seinem Boot mit durch die Gewässer der Parque Nacional de Rio Lagartos, das für seine Vogelwelt bekannt ist. Wir wollen vor allem die Flamingos sehen. Wir treffen aber auch viele andere Vögel (graue und weisse Reiher, Geier) und sogar einige Crocs an. Unser Guide ist einer von der „guten Sorte“: er scheucht die Vögel nicht auf, wie dies andere Boote tun, nur um einen Schwarm Flamingos wegfliegen zu sehen. Nach unserer Rückkehr befinde ich das Hotel als unhygienisch und wir ziehen Leine, direkt zu unserem nächsten Ziel Chichen Itza.
Es wird schon dunkel, kurz bevor wir Chichen erreichen und Tristan schläft ein. Wir suchen das Hotel, das wir für die nächste Nacht gebucht haben und finden es ein bisschen abgelegen mitten im Dschungel. Da es heute keinen einzigen Gast hat, hat es weder Licht noch Anziehungskraft. Wir ziehen darum auch hier Leine und finden doch noch ein Quartier, direkt bei den Ausgrabungsstätten. Es empfiehlt sich nicht des nachts ein Hotel zu suchen in Mexico, da die Beleuchtung spärlich ist und man auf Walk-ins nicht vorbereitet ist. Das Hotel Mayaland wurde in den 20-iger Jahren des letzten Jahrhunderts erbaut und lässt einem teilhaben am old-fashioned Style, wie man damals abgestiegen ist. Alle möglichen Bekanntheiten sind bereits hier gewesen und wurden mit Foto verewigt.
Übernachtung: Hotel Mayaland, Chichen Itza in einer Junior Suite 2DB mit Jacuzzi (der uralt ist)
Wetter: sonnig, heiss, feucht bei gut 30°C